Religiöse Überzeugungen zu Ehe und Sexualität: Ein christlicher Politiker prangert eine Hexenjagd an

Religiöse Überzeugungen zu Ehe und Sexualität: Ein christlicher Politiker prangert eine Hexenjagd an.

Pälvi Räsänen, der ehemalige finnische Innenminister, wurde der „Verbreitung von Hassreden“ wegen Zitierens aus der Bibel zum Thema Homosexualität beschuldigt und wurde freigesprochen. Doch die finnische Staatsanwaltschaft legt gegen diese Entscheidung Berufung ein.

„Wir werden bald herausfinden, ob es im modernen Finnland eine Straftat ist, meinen christlichen Glauben auf der Grundlage der Bibel zum Ausdruck zu bringen. Wenn ja, könnten wir ein Problem damit haben, dass in meinem Land jemand die Bibel zitiert oder predigt.“

So geht's Die ehemalige Ministerin fasst die Risiken des von ihr geführten Rechtsstreits zusammen. Alles begann im Jahr 2019, als sie in einem Tweet die Teilnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an der Gay Pride kritisierte. In diesem Tweet zitiert sie einen Auszug aus dem Römerbrief, in dem homosexuelle Beziehungen als unnatürlich beschrieben werden.

Dies wird sie mehrfach öffentlich wiederholen. Ihrer Meinung nach ging es nicht darum, die homosexuelle Gemeinschaft zu beschuldigen, sondern darum, die Kirche an ihre Verpflichtungen zu erinnern.

Im Januar 2022 wurde sie vom Gericht freigesprochen, das entschied, dass es nicht Sache des Gerichts sei, die biblischen Reden zu interpretieren. Dennoch steht sie erneut vor Gericht, seit die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat.

Pälvi Räsänen bekräftigte seine Entschlossenheit. Wenn sie diesen Kampf aufgibt, können sich ihrer Meinung nach auch andere Menschen, die ihre Überzeugungen teilen und diese öffentlich zum Ausdruck bringen, darunter auch Pfarrer, nicht mehr zu Wort melden.

„Wenn sie Politiker mit öffentlichem Profil strafrechtlich verfolgen können, wie gefährdet ist dann die freie Meinungsäußerung normaler Bürger? Wenn die freie Meinungsäußerung nicht für alle gilt, dann gilt sie nicht für alle. für niemanden.“

Herveline Urcun

Bildnachweis: Shutterstock/ Popova Valeriya

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