Umfrage: Gibt es einen engen Zusammenhang zwischen religiöser Überzeugung und Kinderwunsch?

religion_weapon_fight_europe_aging

Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung eine Studie, die darauf hindeutet, dass „ein enger Zusammenhang zwischen religiöser Überzeugung und Kinderwunsch besteht“. Experten zufolge würden praktizierende Gläubige die Geburtenraten in dem untersuchten Land erhöhen.

In Europa ist die Geburtenrate seit mehreren Jahren kontinuierlich rückläufig. Tatsächlich ist die für statistische Informationen zuständige Europäische Kommission Eurostat, gibt an, dass es im Jahr 2021 4.09 Millionen Geburten gab, eine Million weniger als 1990 und zwei Millionen weniger als 1975. 

Un Umfrage vor den Ferien zum Jahresende veröffentlicht von derBundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) deutet darauf hin, dass ein enger Zusammenhang zwischen religiösem Glauben und Kinderwunsch besteht. Somit trägt Religion laut dieser Studie zur Steigerung der Fruchtbarkeit eines Landes bei. 

Im Rahmen dieser Studie wurden knapp 12 deutsche Jugendliche dazu befragt, zukünftiges „Fruchtbarkeitsverhalten […] im Erwachsenenleben“ zu verstehen. Die Mehrheit der Befragten sind evangelische und katholische Christen, aber die Analyse zeigt, dass es bei der Fruchtbarkeit nicht auf die Religion ankommt, der man angehört, sondern auf die Art und Weise, wie man seinen Glauben im täglichen Leben praktiziert. . 

Laut Dr. Jasmin Passet-Wittig, Mitautorin der Studie, haben Gläubige im Jugendalter „bereits höhere Fruchtbarkeitsabsichten als weniger religiöse Menschen.“ So sei ab dem 30. Lebensjahr auch bei Gläubigen der Kinderwunsch geringer „Dieser Rückgang beginnt auf einem höheren Niveau.“

Der Studie zufolge wünschen sich 15-Jährige im Durchschnitt 2.1 Kinder, verglichen mit 1.7 bei denjenigen, die angeben, keine Religionszugehörigkeit zu haben.

Trotz der Tatsache, dass Deutschland ein sehr säkulares Land ist, zeigt diese Studie laut der Forscherin, dass es „deutliche Hinweise“ auf einen direkten Zusammenhang zwischen persönlichem Glauben und Fruchtbarkeitsabsichten gibt. 

„In den meisten Religionen wird die Fortpflanzung stark als zentraler Teil des Lebens betont. Religiöse Menschen neigen tendenziell zu einer größeren Heirat, was wiederum ein wichtiger Faktor für ihre höhere Fruchtbarkeit ist.“

Melanie Boukorras

Bildnachweis: Shutterstock / Ratchat

In der Kategorie Gesellschaft >



Aktuelle Nachrichten >